Zusatzvorstellungen für “Eifersucht” von Esther Vilar
Dank des großen Erfolgs bei Presse und Publikum, wurden zwei weitere Spieltermine auf den 5. und 6. Mai festgesetzt.
Auszug aus der Kritik von Michael Thumser, erschienen am 26. März in der Frankenpost:
“… Nach achtzig ungemein fesselnden, komisch-kuriosen, existenziell tragischen Minuten hielten Klatschen, Bravorufe, Trampeln des begeisterten Premierenpublikums sehr lange an. Die Produktion könnte sich auf jeder deutschen Bühne sehen lassen:

"Eifersucht" Theater Hof 2012 (© SFF Fotodesign)
ein Lehrstück für junge Menschen; für manche Ältere ein Stück eigene Erfahrung... Fabelhaft glaubhaft, erbarmungslos, mit je eigenem Jargon spielen Anja Stange als besonnen leidende Helen, Lydia Fuchs als lustvoll blonde Yana und Polina Bachmann als Traumtänzerin Iris das Gefühlsviereck in allen bösen, bizarren und burlesken Winkeln aus…Dass sich aus dem Schmerz und Scherz, dem Spott, den die Autorin mit dem Entsetzen treibt, überhaupt ein Drama formt, das verdankt der erstklassig unterhaltene Betrachter indes der Regisseurin. Juliane Abt hat Esther Vilar´s glänzend formulierte Monologe – im Original per Fax oder via Internet von einer zur andern unterwegs – in ein wirkliches Spiel für lebendige Figuren verwandelt. Stets zu zweit, zu dritt halten die Rivalinnen sich auf der schicken Bühne (von Anders Macht) auf, sind zugleich Wortlaut und Bewegung, reden und gehen aufeinander ein, kehren sich den Rücken zu oder werden handgreiflich; obwohl doch, genau genommen, unüberbrückt die Distanz eines Postwegs zwischen ihnen herrscht. Hoch über allem Wirklichen, kurz vor dem siebten Himmel, der unerreichbar bleibt, offenbart sich Szenerie als imaginärer, virtueller Raum: Das ist nicht weniger als Theater in seiner reinen Form.”
(http://www.frankenpost.de/regional/feuilleton/fp/kunstundkultur/art6787,1944239)